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Informationen für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige

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Ja oder Nein zur Finanzierung von vorgeburtlichen Bluttests auf Trisonomie 21 durch die gesetzlichen Krankenkassen?

Vordergründig geht es „nur“ um die Frage, ob die gesetzlichen Krankenkassen die vorgeburtlichen Bluttests auf Trisonomie 21 zahlen sollen. Doch hintergründig geht es um mehr. Um die Frage, wie wir eine inklusive Gesellschaft gestalten, in denen selbstverständlich Kinder mit und ohne Behinderung ihren Platz haben und willkommen sind. Und um die Frage, wie wir Familien mit behinderten Kindern im Alltag unterstützen und vorgeburtliche Tests nicht als Aufforderung zur Selektion von Behinderung begreifen. Im Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik sind wir durch unseren Bundesverband vertreten sind. Aktuell haben 10 Verbände eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, warum sie sich gegen die Kassenzulassung des  nichtinvasiven Pränataltests auf Trisomie 21 und weitere Trisomien aussprechen.

Sie finden die Stellungnahme hier…

Landessozialminister Manne Lucha MdL hat sich diese Woche ebenfalls zu Wort gemeldet und betont, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich mitten in die Gesellschaft gehören und eine gutes Beratungsangebot für Eltern von großer Bedeutung ist. Die Pressemitteilung finden Sie unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/minister-manne-lucha-zur-debatte-um-vorgeburtliche-genetische-bluttests/
Gestern hat der Deutsche Bundestag intensiv über die etwaige Zulassung des vorgeburtlichen Bluttest auf Trisonomie 21 debattiert. Die Entscheidung trifft der Gemeinsame Bundesausschuss, in dem Ärzte und Krankenkassen vertreten sind. Die gestrige Bundestagsdebatte war von großer Sachlichkeit und Ernsthaftigkeit geprägt. In allen Fraktionen gibt es Befürworter und Gegner der Zulassung.

In der Mediathek des Bundestages finden Sie mehr dazu hier…
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